„Warum leuchten oder strahlen Teile von Fahrbahnen nachts?“

<Retroreflektion>

Fahrbahnmarkierungen werden schon seit vielen Jahren im Straßenverkehr eingesetzt. Bei Dunkelheit sind sie aber erst seit dem Zeitpunkt sichtbar und für die Verkehrsteilnehmer erkennbar, als es möglich war, diese retroreflektierend auszuführen. Retroreflexion wird dadurch erreicht, dass in das Markierungsmaterial Reflexkörper eingebracht werden. Meistens handelt es sich hierbei um Mikroglasperlen mit einem Durchmesser von 0,1 bis 2,0 Millimeter. Das einfallende Scheinwerferlicht von Fahrzeugen wird in den Glasperlen an der Markierungsoberfläche so gebrochen und reflektiert, dass ein Teil des Lichts zum Fahrer zurück gestrahlt – also retroreflektiert – wird.

Durch eine visuelle Überprüfung von Bodenmarkierungen bei Tageslicht können etwaige Markierungsschäden sowie Verschmutzung aufgezeigt werden. Es kann jedoch nicht der Zustand der Markierung unter Retroreflexion, welche naturgemäß nur bei Dunkelheit zum Tragen kommt, festgestellt werden.

Im Rahmen unserer weiteren speziellen Tätigkeit im Bereich der Bodenmarkierung im untergeordneten als auch im hochrangigen Straßennetz erstellen wir für Sie, im Besonderen hinsichtlich der Retroreflexion von Linien- und Flächenmarkierungen:

  • Gutachten und Bewertungen zur laufenden Qualitätskontrolle bzw. –überprüfung von Bodenmarkierungen
  • Gutachten und Bewertungen von Bodenmarkierungen zur Abnahmeprüfung vor Ablauf der Gewährleistungsfrist
  • Gutachten und Bewertungen des allgemeinen Zustands „Funktionsfähigkeit“ von Bodenmarkierungen, um die visuelle Qualität der Fahrbahnmarkierung und damit die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten.

Die zuvor angeführten Dienstleistungen werden überwiegend in Form eines Dynamischen Verfahren zur Messung der Nachtsichtbarkeit RL vorgenommen. Hierzu findet ein dynamisches Retroreflektometer Verwendung, welches eine auf einem Fahrzeug montierte Messeinrichtung darstellt, mit der die Nachtsichtbarkeit RL von Straßenmarkierungen während der Fahrt mit Verkehrsgeschwindigkeit gemessen werden kann. Der Vorteil liegt hierbei insbesondere bei der schnellen Messung längerer Straßenstrecken bei welchen bei der Verwendung von tragbaren Messgeräten noch zusätzlich umfassende Sicherungsmaßnahmen erforderlich sind, wie beispielsweise auf Autobahnen und Schnellstraße als auch auf Landesstraßen L und B. Des Weiteren werden auf längeren Straßenabschnitten – im Gegensatz zum stationären Messverfahren (tragbare Geräte) bei welchem nur punktuelle Ergebnisse erfasst werden – eine Vielzahl an kontinuierlichen Messwerten aufgezeichnet.

Eine entsprechende graphische und kartographische Darstellung der Messergebnisse und der Messabschnitte ist somit möglich und eine spätere Betrachtung der Messabschnitte mittels Videoanalyse kann ebenfalls bereitgestellt werden.